055 240 22 44 info@ba-sic.ch

Alarmanlage

Auch Gefahrenmeldeanlage oder Einbruchmeldeanlage (EMA) genannt, bezeichnet eine elektronische Anlage zum Schutz von Mensch und Immobilie. Grundsätzlich bestehet eine Alarmanlage aus einer Zentrale, einem Übermittlungsmodul, Bedieneinrichtungen und Detektoren zur Erfassung des Täters oder einer Gefahr.

Alarmierungsarten

Es kann grundsätzlich auf drei verschiedene Arten alarmiert werden, welche für ihr vorhaben am Besten geeignet ist muss je nach Einsatzgebiet individuell bestimmt werden.

Lokale Alarmierung

Es werden die lokalen Sirenen und Alarmleuchten ausgelöst, dadurch werden allfällige Nachbarn aufmerksam gemacht und die Täter in der Regel in die Flucht geschlagen.

Übermittlung auf Alarmzentrale

Bei einem Vorfall wird dieser sofort über das Übermittlungsgerät an eine externe Alarmzentrale übertragen. Diese reagiert darauf mit einer von Ihnen vordefinierten Abfolge. Dies können vorgängige Anrufe bei Ihnen oder Nachbarn sein um ein unnötiges Ausrücken der Polizei in Folge eines Fehlalarmes zu verhindern oder aber auch eine direkte Alarmierung der Polizei. Diese Übermittlungsmethode kann mit der lokalen Alarmierung kombiniert werden.

Stiller Alarm

Der stille Alarm ist nur in Verbindung mit der Übermittlung auf eine Alarmzentrale möglich. Dabei wird vom Täter unbemerkt ein Alarm auf eine Zentrale übermittelt mit dem Ziel die Täter noch vor Ort zu erwischen.

Alarmmelder

Alarmmelder sind die „Sinne“ einer Alarmanlage und detektieren je nach eingesetztem Melder einer folgender Ereignisse:

Diese Melder werden je nach Ausführung der Alarmanlage mit dem Zentralenmodul verdrahtet oder können auch kabellos als Funkmelder eingesetzt werden.

BAKOM

Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM ist eine Bundesbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Sitz ist in Biel im Kanton Bern. Das BAKOM befasst sich mit dem Telekommunikationsmarkt, dem Rundfunk und dem Postwesen in der Schweiz. Aufgabe des BAKOM ist es das Funkwesen, die Fernmeldeanlagen , die Radio- und Fernsehsender zu kontrollieren. In diesem Zusammenhang definieren sie auch die Regeln über den Einsatz der Funkalarmanlagen in der Schweiz. Nur wenn die Anlage vom BAKOM frei gegeben ist darf diese auch in der Schweiz eingesetzt werden. Unsere Analgen erfüllen diese Bedingungen natürlich alle, es gibt aber auch Anlagen welche nicht in der Schweiz zugelassen sind. Hier finden Sie die Liste jener Anlagen.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder erkennen eine sich bewegende Person in einem Raum zuverlässig. Die dabei meistens zur Verwendung kommende Technologie ist die Passive-Infrarot-Technologie (PIR). Diese reagiert auf Temperaturänderungen im Raum, d.h. wenn sich eine Person mit einer gewissen Temperaturabstrahlung im Raum bewegt wird dies erkannt.

Weitere verbreitete Technologien sind jene des Ultraschalls und die des Dopplerradars. Es werden dabei die Räumlichen Veränderungen wahrgenommen, d.h. der Abstand einer Person zum Bewegungsmelder. Es ist üblich das die Technologien in Kombination, in sogenannten Dual-Meldern eingesetzt werden. Dies dient vor allem dazu, Fehlalarme so gut wie möglich zu vermeiden.

Alle bei uns verwendeten Bewegungsmelder verfügen zusätzlich dazu über einen Öffnungs- sowie Abrisskontakt. Diese Sabotagekontakte verhindern eine gezielte Sabotage an der Alarmanlage.

Erschütterungsmelder

Der Erschütterungsmelder erkennt eine Manipulation an einer Tür, einem Fenster, einem Safe usw. bereits bevor diese geöffnet wurde. Dies tut dieser indem bereits Erschütterungen am Objekt erkannt und verlässlich detektiert werden. Im Inneren des Melders wird ein Piezzokristall in Bewegung versetzt und je nach Stärke dieser Bewegung wird ein Alarm ausgelöst. Der Erschütterungsmelder kann in seiner Empfindlichkeit reguliert werden und wird je nach Einsatzgebiet konfiguriert.

Glasbruchmelder

Glasbruchmelder werden eingesetzt um das Einschlagen einer Scheibe zu detektieren. Dabei hat der Glasbruchmelder ein integriertes Mikrofon welches in einem bestimmten Radius die Frequenz von brechendem Glas erkennt und dabei alarmiert.

Magnetkontakt

Ein Magnetkontakt wird an Türen und Fenster angebracht und überwacht die Öffnung jener. Der Kontakt besteht aus einem Schalter- und einem Magnetteil. Der Schaltkontakt wird dabei am Fenster- oder Türrahmen angemacht und der Magnet am Flügel (beweglichen Teil). Sobald sich dieser Magnet vom Schalter distanziert wird dies erkannt und ein Alarm wird ausgelöst.

Diese Kontakte eignen sich sehr gut zur Aussenhautüberwachung eines Objektes. D.h. diese Kontakte können sehr gut aktiviert werden auch wenn Sie sich im Objekt befinden da Sie sich dennoch frei bewegen können. Wenn aber jemand ein Fenster oder eine Tür öffnet dann wird zuverlässig alarmiert.

Rauchmelder

Rauchmelder reagieren auf die Entstehung von Rauch und detektieren diesen zuverlässig. Im Inneren eines Rauchmelders befindet sich eine Kammer in welcher die Partikel in der Luft ausgewertet werden. Bei einer zu starken Belastung wird dies als Rauch detektiert und ein Alarm wird ausgelöst.

Rauchmelder können sowohl in die PowerMaster, wie auch in die Jablotron Alarmanlage integriert werden. Für beide Anlagen gibt es kabellose Varianten über Funk.

Sicherheitskonzept

Wenn es darum geht einen wirkungsvollen Einbruchschutz zu erreichen müssen immer drei Pfeiler beachtet werden.

 

Organisatorische Massnahmen

  • Keine Social Media Mitteilungen über Abwesenheiten
  • Briefkasten regelmässig leeren lassen
  • Zeitschaltuhren können Lichter steuern um so eine Anwesenheit zu simulieren
  • Türen und Fenster abschliessen

Bauliche Massnahmen

  • Gitter vor gefährdeten Fenstern montieren
  • Lichtschächte vergittern und verschrauben
  • Sicherheitstüren und abschliessbare Fenster einbauen

Elektronische Massnahmen

Temperaturmelder

Haben üblicherweise vier Temperaturschwellen welche detektiert werden.

  • Wärmer als -10°C (Ausfall Gefrierschrank)
  • Kühler als 7°C (Frostgefahr)
  • Kühler als 19°C (Heizungsausfall)
  • Wärmer als 35°C (Klimaanlage einschalten)

Für diese Anwendungen ist der Temperaturmelder geeignet. Für die genaue Ausrichtung des Melders kann ein ca. 2m langes Sensorkabel an den Melder angeschlossen und am richtigen Ort platziert werden.

VdS

Die VdS Schadenverhütung GmbH prüft und zertifiziert in eigenen Laboratorien Komponenten von Einrichtungen zur Schadensverhütung oder ganze Systeme. Zertifiziert werden neben Produkten des zivilen Sicherheitsmarktes unter anderem die Errichter und Installateure von Gefahrenmeldeanlagen, die Anlagen und deren Komponenten sowie Wach- und Sicherheitsunternehmen mit Notrufleitstellen.

Eine Anlage darf sich nur VdS zertifiziert nennen, wenn alle beteiligten Produkte und Dienstleistungen miteinander zertifiziert sind

Diese Zertifizierungen werden u. a. auf Schlösser, Brandmelder, Alarmanlagen und deren Bestandteile erteilt. So kann ein Akku für eine Notstromversorgung der Alarmanlage beispielsweise die Zertifizierungsnummer VdS G193046 tragen mit dem Hinweis Diese Akkus sind von VdS offiziell zur Verwendung in Alarmanlagen zugelassen. VdS gibt an, die produktspezifischen Anforderungen lägen in der Regel über denen der technischen Regelwerke von DIN, EN oder ISO.

Laut WIK-Sicherheits-Enquete 2015 ist das Gütesiegel von VdS für Sicherheitsverantwortliche der wichtigste Qualitätshinweis beim Kauf von Sicherheitstechnik und Sicherheitsdienstleistungen.

Wassermelder

Befindet sich die schützenswerte Immobilie in einem Hochwassergebiet, besteht die Gefahr eines Wasseraustritts bei einem Aquarium oder wollen Sie in der Waschküche sicherstellen dass die Waschmaschine dicht ist? Dann kommt ein Wassermelder zum Einsatz. Dieser lässt sich ganz einfach über Funk in die Alarmanlage einbinden. Der Wassermelder kann durch die bewegliche Sonde (ein ca. 2m langes Kabel) genau auf die Stelle ausgerichtet werden an welcher eine Überschwemmung zu erwarten ist.